Ziele, Methoden und Inhalte

Förderung der kindlichen Kreativität
Die Förderung der kindlichen Kreativität erfolgt unter anderem durch das Angebot verschiedener Spielmöglichkeiten im
Gruppenraum, z.B. in den einzelnen „Ecken“ wie Verkleidungsecke etc. und im Außengelände.

Durch freies und angeleitetes Rollenspiel sowie Bastelangebote mit vielfältigen Materialien werden den Kindern kreative Impulse gegeben.

Kinder gehen nicht los mit der Intention, ich mache jetzt etwas. Es dauert viel länger, bis sich ein Kind im Spiel soweit gelöst hat, dass seine Kreativität letztendlich freigesetzt wird. Daher sind im Kindergarten ausgedehnte Freispielphasen wichtig, das bezieht sich auf den Zeitraum von 1,5 bis 2 Stunden, die weder durch Frühstück, Singkreis o.ä. unterbrochen werden. Nach einer Unterbrechung machen Kinder selten dort weiter, wo sie aufgehört haben. Eine weitere Voraussetzung für kreatives Schaffen ist Ruhe. Dafür ist das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit jedoch unerlässlich.

Ein wichtiger Bestandteil des Kindergartenalltags ist das wöchentliche Kinderkonzert, das u.a. die Musikalität der Kinder anregt.


















Wahrnehmung und Artikulation von Gefühlen
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns die differenzierte Wahrnehmung und Artikulation von Gefühlen. Wir schaffen Voraussetzungen für eine akzeptierende Atmosphäre, in der Kinder sich ernst genommen und angenommen fühlen, indem wir herausfinden, was jedes einzelne Kind braucht, um sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden, sie zuzulassen und sie auch auszudrücken. Auch durch das Verbalisieren der eigenen Eindrücke im
Stuhlkreis und Vermittlung verschiedener Geschichten und Bilderbücher bekommen Kinder die Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet weiter zu entwickeln. Sie lernen, eigene Gefühle zuzulassen, zu zeigen und auch bei anderen wahrzunehmen. Wir vermitteln den Kindern verschiedene Konfliktlösungsmöglichkeiten, um ein gewaltfreies Miteinander zu ermöglichen.

Wahrnehmungs-, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsförderung

Selbstverständlich ist die Wahrnehmungs-, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsförderung auch ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit.
Diese wird u.a. ermöglicht durch:
Regelspiele und Freispiel
Angebote zur Sinneserfahrung
Vorlesen, Zuhören, Nacherzählen
didaktische Spielmaterialien


















Förderung der Selbständigkeit und Eigeninitiative
Die Förderung der Selbständigkeit und Eigeninitiative der Kinder liegt uns sehr am Herzen. Dies kann durch eine kindgerechte Umgebung und das
Übernehmen kleinerer Aufgaben gewährleistet werden. Wir halten die Kinder an, verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll miteinander umzugehen und auch Materialien und persönliches Eigentum zu achten. Alltägliche Dinge wie An- oder Ausziehen und Toilettengänge sollen so selbständig wie möglich bewältigt werden. In jeder Gruppe gibt es einen Tischdienst, der sich um das Eindecken und Reinigen der Mittagstische kümmert. In den drei Haus-Gruppen gibt es Patenschaften für jedes neue Kind, um das Eingewöhnen zu erleichtern.

Sprach- und Kommunikationsförderung
Die Sprach- und Kommunikationsförderung nimmt einen hohen Stellenwert in unserer Einrichtung ein. Wichtige Hilfsmittel dazu sind:
Geschichten, Bilderbücher, Sprachspiele, Reime, Rätsel, Lieder und Kreisspiele
Einüben von „Gesprächskultur“ (zuhören, beim Thema bleiben, den anderen
ausreden lassen)
Beschreiben von Wahrnehmungen und Vergleichen

Dies geschieht in Form von Stuhlkreis-Gesprächen, bei den Schlaufüchsen (Treffen der Gruppe der 5- bis 6-jährigen Kinder), in Rollenspielen, durch den freien Zugang zu Bilderbüchern und durch das wöchentliche Kinderkonzert.



















Förderung der Grob- und Feinmotorik
Bei fast jeder Beschäftigung, der die Kinder im Kindergarten nachgehen, kann man die Förderung der Grob- und Feinmotorik nachweisen. Das betrifft kreative Angebote wie Malen, Formen, Werken und Basteln mit verschiedensten Materialien und Techniken wie auch die Nutzung des Bewegungsraumes mit Bodenrollern, Pedalos und Balancierspielen zur intensiven Körpererfahrung. Auch im Außengelände können die Kinder beim Klettern, Schaukeln, Laufen, Seilhüpfen und Rollerfahren ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprobieren und weiterentwickeln. Wir ermöglichen durch verschiedene Angebote entsprechend dem kindlichen Entwicklungsstand, Erfahrungen zur eigenen Selbsteinschätzung zu machen. Optimale Bedingungen zur Förderung der Grobmotorik bietet der Aufenthalt im Wald.

Kognitive Bildung
Kognitive Bildung geschieht überall im Kindergartenalltag. Viele Tisch- und Gesellschaftsspiele befassen sich mit Mengenbegriffen, Farben und Formen. Mit kindgerechten Sachbüchern können auch unsere Jüngsten schon etwas über andere Kulturen, Natur und Umwelt oder geschichtliche Themen lernen. Mit einfachen Experimenten nähern sich unsere Kinder in Projekten oder auch bei Angeboten in den Gruppen naturkundlichem Verständnis.


















Förderung des Umweltbewusstseins
Die Förderung des Umweltbewusstseins erfahren die Kinder im normalen Tagesgeschehen, z.B. durch Mülltrennung und -vermeidung, durch Basteln und Spielen mit Naturmaterialien und kostenlosen Materialien wie Eierkartons, Klorollen o.ä. Bei Spaziergängen, an Waldtagen, dem Pflegen der Gruppenbeete oder dem Besuch der Streuobstwiesen können die Kinder Natur mit allen Sinnen erfahren und werden angehalten, diese als etwas Schätzenswertes zu behandeln. Sie sollen z.B. keine Blätter und Blüten sinnlos abreißen oder vorsichtig mit gefundenen Insekten umgehen.

Förderung des Sozialverhaltens
Bei all diesen Angeboten und Beschäftigungen steht immer die Förderung des Sozialverhaltens oben an. Die Kinder lernen zu teilen, sich in einer Gruppe zu behaupten, aber auch einzuordnen und Rücksicht zu nehmen. Wir wollen sie dazu befähigen, selbstbewusst und eigenverantwortlich zu handeln, um so fit für die Schule und das weitere Leben zu werden. Die ganze Kindergartenzeit bereitet auf die Schule und das weitere Leben vor. Gerade das Sozialverhalten spielt im Bezug auf die Schulfähigkeit eine wichtige Rolle.

 
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